10th FAI World Gas Balloon Championship

Herzlich willkommen bei der 10. FAI Gasballon Weltmeisterschaft

Sieger 1996

Liebe Ballonsportfreunde,

sicher wird sich der eine oder andere wundern, warum Rainer Haßold und ich als amtierende Gasballonweltmeister unseren Titel jetzt nicht mehr verteidigen wollen. Ich möchte an dieser Stelle die Gründe dafür erläutern und gleichzeitig auch meine Vorstellungen zur Durchführung der 10. Gasballon Weltmeisterschaften darlegen.

Rainer und ich sind in den Jahren 1992 bis 1997 dreimal Deutscher Meister geworden, einmal Vizeweltmeister und zweimal Weltmeister. Schon bei der 2. deutschen Meisterschaft hatte ich angekündigt, nicht mehr anzutreten, wenn es ein drittes Mal klappen sollte. Ich habe daraufhin zweimal als Wettbewerbsleiter auf nationaler Ebene agiert, was mir und hoffentlich auch manchem Teilnehmer viel Spaß gemacht hat. Zu einer Weltmeisterschaft ist es in den Folgejahren leider nicht mehr gekommen, so dass der Versuch der Titelverteidigung nicht angegangen werden konnte.

Nachdem seit 1996 nunmehr 8 Jahre vergangen sind, in denen sich niemand für die Ausrichtung einer WM interessiert hat, wollte ich alles daransetzen, dass diese schöne Tradition nicht völlig einschläft. Ich kann nicht glauben, dass niemand sich dafür interessiert, eine Gasballon Weltmeisterschaft auszufahren. Neben dem sportlichen Erfolg habe ich die Tage in Obertraun, Albuquerque und Bitterfeld als wunderschöne Zeit in Erinnerung. Zeit in der man alte Kontakte mit Ballönern aus aller Welt vertiefen und neu knüpfen konnte.

Da meinem Team und mir die Wettbewerbsleitung bei den deutschen Meisterschaften trotz allem Streß immer sehr viel Spaß gemacht hat, dachte ich, eine Bewerbung als Wettbewerbsleiter der WM könnte der Sache einen neuen Schwung geben, was es ja auch getan hat. Zudem wird es ja immer unwahrscheinlicher, dass es nach 8 Jahren Pause noch mal mit dem Titel klappen kann.

Nun werde ich also im September als Titelverteidiger den Wettbewerb leiten und meinem Nachfolger die Aufgaben stellen.

Mit Bedauern stelle ich fest, das auch bei Ballonveranstaltungen versucht wird, alles immer größer, besser und damit teurer zu machen. Dies passt leider nicht in eine Zeit mit geschrumpften Marketingetats und fehlenden Geldern an vielen Stellen.

Mit der WM in Bitterfeld möchte ich beweisen, dass man auch bei knappen Kassen eine Veranstaltung organisieren kann, die für die Teilnehmer finanzierbar ist und bei der der sportliche Teil nicht zu kurz kommt.

Wir erreichen dies durch folgende Maßnahmen:

Dennoch plane ich in der Woche 3 Fahrten, eine davon nach Möglichkeit mit einer richtigen Weitfahrt. Wenn der Wettergott mitspielt, strebe ich insgesamt zehn Aufgaben an.

So wünsche ich allen eine unvergessliche Woche in Bitterfeld. Besonders würde ich mich freuen, wenn zukünftig auch ein anderer Verband ein solches Projekt angehen würde.

Thomas Fink